Mein Blog

Ein Blog, das ist so eine Art Tagebuch im Netz. Und so was schreibe ich nun auch. Nicht jeden Tag – nicht mal regelmäßig. Aber mit der Zeit wird das hier immer mehr werden. Meine Gedanken zu Dingen, die mich bewegen. Das ist hauptsächlich Musik und alles was mit Musik zu tun hat. Es kann aber auch mal was anderes sein. Viel Spaß beim Lesen!
Ach übrigens, mit Gästebüchern und Kommentaren hab‘ ich’s nicht so. Wenn jemand seine Meinung loswerden will, dann soll sie/er mir schreiben unter mail@twang-tone.de

folgender Eintrag vom 12. Juli 2019

Sommerurlaub Finnland 2019 – 1. Woche

Blick aus der Haustür nach Osten

Ich sitze in der Küche unseres Hauses in Kalajoki. Vor mir der Laptop. Neben mir aus einem kleinen Lautsprecher erklingt Radio City aus Oulu mit Rock Klassikern. Draußen scheint die Sonne. 16 Grad – also typischer finnischer Sommer, wie es sich gehört.

Wir sind jetzt eine knappe Woche hier. Die 20 Grad Marke wurde noch nicht überschritten. Der Wind kommt von Norden. Aber so ist das eben in Nordfinnland. Temperaturen über 25 Grad sind eher selten. Da war der Sommer 2018 mit 30 Grad und wochenlanger Trockenheit schon die Ausnahme.

Mücken gibt es auch wieder reichlich. Das Frühjahr war warm und feucht. Ideale Bedingungen für die Mistviecher.

Angekommen sind wir letzten Sonnabend, am 6. Juli. Erste Probleme gab es aber schon vor der Abreise in Berlin. Das Einchecken online wollte nicht funktionieren. Finnair wollte uns keine Sitzplätze in der gebuchten Maschine geben. Wir waren lediglich auf Standby. Frühzeitiges Erscheinen in Berlin Tegel wurde empfohlen. Bullshit. Es hätte gereicht, kurz vorm Abflug da zu sein. Wie sich herausstellte war die Maschine überbucht (das dürfen die machen), und wir hatten unseren Eincheck-Versuch schlicht zu spät unternommen 16 Stunden vor dem Abflug. Als Economy Kunden landeten wir also auf der Standby Liste. Es ging dann doch noch gut und wir konnten mitfliegen, weil zum Glück nicht alle gebuchten Passagiere erschienen. Beim nächsten Mal checke ich 48 Stunden vor Abflug ein.

Der weitere Verlauf der Reise war unspektakulär. Mittagessen in Tikkurila in einem Restaurant direkt am Bahnhof mit Büffet und Selbstbedienung. Sehr reichliche und leckere Auswahl zum Pauschalpreis von 15,70 € pro Person inklusive Wasser und Kaffee. Tikkurila ist der dem Flughafen nächstgelegene Fernbahnhof im Norden von Helsinki. Von dort fahren wir noch gut viereinhalb Stunden Richtung Nordwesten. Kurz vor 19 Uhr sind wir in Ylivieska, wo wir mit dem Auto abgeholt werden. In Kalajoki angekommen wird noch schnell das Nötigste eingekauft. Die Läden sind bis 21 Uhr geöffnet. Am Sonntag kaufen wir dann richtig ein. Auch da sind Supermärkte und manche anderen Läden von 10 bis 21 Uhr geöffnet.

Am Sonntagnachmittag trifft der finnische Teil der Familie mit dem Auto aus Tampere bei uns in Kalajoki ein. Ab nun ist hier ordentlich Trubel. Zwei Enkelkinder im Alter von viereinhalb und einem halben Jahr halten Eltern und Großeltern auf Trab.

In den ersten Tagen passiert nicht viel. Erstmal akklimatisieren. Ein Ausflug zu einem kleinen privaten Zoo in der Nähe wird gemacht. Schafe, Ziegen, Ponys, Hühner, zwei Kälber, Schweine, sogar drei Alpakas gibt es da. Alles auf Kinder zugeschnitten. Unser Enkel Henri ist begeistert. Seine Schwester Lili schläft unbeeindruckt im Buggy.

Jukka und Asko

Am Mittwoch fahre ich mit dem Zug nach Tampere. Mein Freund Jukka hatte eingeladen zu einem Sinkkuilta, einem Singlesabend, bei sich zuhause im Garten. Der monatliche Sinkkuilta in Tampere ist fast schon eine Institution. Normalerweise findet er im Lokal Huurupiilo einmal im Monat immer mittwochs statt. Aber dieses Mal hat Jukka zu sich in den Garten eingeladen. Es kommen so um die 25 Leute, zum Teil Veteranen der finnischen Rock Musik Szene. Jeder bringt Getränke und Snacks mit. Und vor allem bringen alle jeweils drei Vinylsingles mit, die sie im Laufe des Abends reihum den anderen vorstellen. Mal mit ausführlicher Erläuterung und kleiner (persönlicher) Geschichte zur Platte, manchmal auch einfach nur so. Um 18 Uhr wird der Abend von Jukka offiziell eröffnet. Er selbst und sein Freund Asko haben schon vorher fleissig aufgelegt und eingestimmt.

Die musikalische Bandbreite ist groß und die Mischung ziemlich wild. Von finnischem Schlager über Humppa und Tango, Rock’n’Roll und Pop bis zu Hard Rock und Punk ist alles dabei. Auch ein paar Glam Rock Singles aus den Siebzigern sowie AOR und Prog aus den Achtzigern kommen zur Aufführung. Sogar zwei Fußballsingles sind dabei. Ich selbst habe keine Singles mitgebracht. Daher wähle ich aus Jukkas Fundus den Peppermint Twist in der Version von Caterina Valente. Eine meiner frühesten Radio Erinnerungen. Ich war gerade eingeschult worden, glaube ich. Im Verlauf des Abends werden noch Würstchen gegrillt. Und die Plastikwanne für das Leergut quillt am Ende schon über. Gegen 22:30 Uhr leert sich der Garten. Manche haben eine längere Fahrt vor sich, andere müssen am nächsten Tag früh raus zur Arbeit. Ich sitze mit Jukka und seiner Frau Teija noch eine Weile drinnen und wir hören neue Platten aus Finnland. Daraus wird bestimmt dann eine meiner nächsten Radiosendungen.

Ich übernachte bei Jukka und Teija.

Am Donnerstagvormittag besuche ich den Dom in Tampere. Die Wandmalereien im Dom sind berühmt und waren zur Zeit ihrer Entstehung nicht unumstritten. Wer sich dafür interessiert, findet bei Wikipedia weitere Informationen.

Natürlich statte ich den örtlichen Comic und Schallplatten Antiquariaten auch einen Besuch ab. Eingekauft habe ich dies Mal allerdings nichts.

Am Abend des Donnerstag bin ich wieder in Kalajoki. Heute, am Freitag, gehe ich mit Henri auf den Spielplatz. Henri hat seit zwei Tagen ein eigenes Fahrrad hier, mit dem er schon reichlich herumsaust. Mit Helm natürlich.

folgender Eintrag vom 20. Juli 2019

Sommerurlaub Finnland 2019 – 2. Woche

Es wird ausgemistet

Der finnische Sommer meint es doch gut mit uns. Die Anzeige des Thermometers klettert am Tage bis auf 23-24 Grad. Und nachts bleibt es auch zweistellig.

Dennoch haben wir in dieser Woche nicht viel unternommen. Selbst kleinere Ausflüge mit dem Fahrrad bleiben eher die Ausnahme. Am Mittwoch hat es geregnet. Päivi war mit Henri in der Bibliothek zur Märchenstunde. Anschließend hat Henri noch Bücher ausgeliehen.

Fernheizung im Werden

Sonst steht die Woche ganz im Zeichen der Instandsetzung des Hauses. Baujahr 1964, das macht sich doch hier und da bemerkbar, obwohl die Grundsubstanz sehr solide ist. Das steinerne Fundament muss ausgebessert und gestrichen werden, ebenso die Eingangstreppe. Von der örtlichen Heizungsfirma werden wir an die Fernwärme angeschlossen. Die Leitung von der Straße bis zum Haus wurde schon im Frühjahr vorbereitet. Nun geht es darum, den Anschluss im Haus zu installieren. Die Mitarbeiter der Firma tauchen täglich immer mal zu zweit für ein, zwei Stunden auf. Im ersten Moment erinnern sie mich an den Maurer aus Otto Reutters berühmten Gedicht. Aber gegen Ende der Woche sind doch Fortschritte zu bemerken. Die Feinarbeiten im Haus, wie die Anschlüsse der Heizkörper und Installation der Thermostate, werden nach unserer Abreise vorgenommen. Dann wird auch die Elektrik im Haus erneuert. Und im Herbst wird das Dach neu gedeckt.

Ausgemistet haben wir diese Woche auch mal wieder. Alte Sessel und Sofas adé. Wenn wir dann mal hier richtig einziehen in gut zwei Jahren, dann ist hoffentlich alles wie neu!

Am Donnerstag waren wir wie jedes Jahr auch wieder in der örtlichen Pizzeria. Riesenpizza und lecker! Am Freitag wurde bei Schwager und Schwägerin gegrillt mit der ganzen anwesenden Familie. Elf Personen kommen da zusammen inklusive der kleinen Lili. Die Älteren saßen dann abends noch bei den Nachbarn Sanna und Esa am Lagerfeuer bei Dosenbier und später noch Grillwürstchen. Auch schon eine jahrelange Tradition. Bei dieser Gelegenheit lernte ich weitere neue finnische Rockmusik kennen, denn Esa ist da auch stets auf dem Laufenden.

Heute blieb die Küche kalt. Zum Vorbereiten und Kochen war keine Zeit. Also gab es heute Kebab und frischen Salat vom örtlichen Imbiss. Und dann natürlich ging’s wie immer samstags in die Sauna. Allerdings ist dann in der Beziehung für uns fast täglich Samstag.

folgender Eintrag vom 28.Juni 2019

Moabit Peter ist tot

Am Morgen des 27. Juni 2019 verstarb Moabit Peter (eigentlich Peter A. Neumann) in einem Berliner Krankenhaus. Er wurde 70 Jahre alt.

Moabit Peter

Moabit Peter war ein Urgestein der Berliner Musikszene. Durchschnittlich 250 Konzerte pro Jahr besuchte er, manchmal zwei oder drei am selben Tag. Ein Rock Musik Fan von frühester Jugend an. Beim legendären Stones Konzert in der Waldbühne 1965 war er genauso wie bei zahlreichen lokalen Beat Bands in den Sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die Jimi Hendrix Experience im Sportpalast erlebte Peter ebenso wie den ersten Auftritt von Black Sabbath in Berlin im Audimax der FU in Dahlem im Juni 1970. Alle Großen der Rock Musik hat er live gesehen, sofern sie denn nach Berlin kamen oder wenigstens nach Deutschland. Und in jungen Jahren war Peter auch einer der ersten Berliner Musik Fans, die nach England, nach London reisten, um ihre Musik hautnah zu erleben. Seine Begeisterung hielt ein Leben lang an. So war er beim ersten Gig von The Libertines im Magnet Club im Jahr 2002 genauso wie zuletzt bei The Mystery Lights im Privatclub Ende Februar 2017. Das war das letzte Konzert bei dem ich ihn persönlich traf.

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich Peter zum ersten Mal sah bzw. wahrnahm. Vermutlich irgendwann in den 1970er Jahren im Quartier Latin oder im Kant Kino, oder in einem der Plattenläden in der Innenstadt von Berlin, die schon damals direkt aus England und den USA Vinyl importierten. Persönlich lernten wir uns kennen, als ich selbst einen Laden betrieb in Schöneberg, die Vinylwarenhandlung „twang-tone“ zwischen 1987 und 1992. Da war Peter natürlich auch Kunde. Und von da an begrüßte er mich dann auch auf Konzerten, und wir tauschten Erfahrungen und Neuigkeiten aus. Später dann, als ich beim Radio arbeitete, rief er mich regelmäßig an, um nach Musikstücken oder Platten zu fragen, die er im Rundfunk gehört hatte. In den letzten Jahren besorgte ich ihm dann auch gelegentlich Platten, die man nur über das Internet bestellen konnte. Peter selbst besaß weder Computer noch Handy. Nicht mal einen Festnetzanschluss hatte er zuhause in Moabit. Durch und durch analog war sein Musik Genuss.

Den Namen Moabit Peter bekam er übrigens schon als jugendlicher Musik Fan zur Unterscheidung von einem anderen Peter aus der Clique, mit der er damals regelmäßig die Clubs und Gigs besuchte.

Seit Ende 2017 meldete sich Peter dann nicht mehr bei mir, nachdem ich zuvor doch immer Postkarten zum Geburtstag und zu Weihnachten erhalten hatte. Auch seine regelmäßigen Anrufe blieben aus. Über gemeinsame Bekannte erfuhr ich, dass seine Mutter mit 94 Jahren verstorben war. Um sie hatte er sich bis zuletzt intensiv gekümmert, und ihr Tod versetzte ihm einen Knacks, von dem er sich nicht mehr erholte. Ich erfuhr dann, dass Peter im Krankenhaus war, dass er zur Reha nach Brandenburg sollte. Dann wieder lange Zeit nichts. Nun hat sein Herz aufgehört zu schlagen, einfach so.

Mach’s gut, alter Junge! Grüß schön, wenn Du sie alle wieder triffst  – den Sänger der Boots, Werner Krabbe, und die anderen schon verstorbenen Mitglieder der Band. Und all die anderen bereits toten Rockstars, und auch die nicht so bekannten Toten. – Wir sehen uns – irgendwann, irgendwo…

 

folgender Eintrag vom 29. Mai 2019

Ende Februar 2019 erschien im Transit Verlag ein Buch von meinem alten Freund HP Daniels, „Runaway“. Ich hab‘ das Buch nun endlich auch gelesen und schreibe meine Gedanken dazu mal hier hinein, in meinen Blog.

Fange ich mal mit der Verlagswerbung und mit dem Klappentext an:

„Ein atmosphärisch dichtes Road Movie über eine Jugend in den 60er Jahren, über eine stachlige Zeit, die extrem autoritär war, aber auch Fenster aufstieß in ein neues, Freiheit versprechendes Lebensgefühl.“

„Zwei Sechzehnjährige haben die Schnauze voll – von ihren tyrannischen Vätern, von ihrer autoritären, noch mit Nazis gespickten Schule, aber auch davon, dass sie nichts dagegen machen oder machen können. Eines Morgens ist Schluss. Sie packen wie immer ihre Schultaschen, treffen sich am Münchner Hauptbahnhof, kaufen Fahrkarten nach Hamburg und sind weg. Von Freunden haben sie die Adresse in Hamburg bekommen, wo sie erstmal untertauchen können. Sie leben mal hier, mal da, kriechen bei Leuten unter, hocken mit jungen Rockmusikern und deren coolen Freundinnen zusammen, werden zu wilden Partys in sturmfreie Hamburger Villen mitgenommen. Doch die Frage, was sie eigentlich anfangen wollen mit ihrer neuen Freiheit, wird immer drängender…“

Hmm… 180 Seiten hat das Buch. Das ist ja eigentlich noch kein Roman, eine Kurzgeschichte aber auch nicht. – Eine Novelle? – Nee…

So viel zum Formalen.

Es ist nicht die erste Veröffentlichung von HP Daniels, jedoch so viel ich weiß der erste längere romanartige Text, der von ihm als Buch erscheint. Sein erster Roman ist es nicht. Auch das weiß ich.

Zum Inhalt. Ja, die beiden Jungs erleben durchaus was in Hamburg in einer WG des SDS, beim illegalen Plakatekleben, mit der Beatband aus der Provinz am Rande der Großstadt, mit ersten eigenen schriftstellerischen Versuchen oder Zeichnungen, Karikaturen etc., auch mit Mädchen… Am Ende werden sie erwischt und wieder zurück nach München verfrachtet. Sind sie nun gescheitert? – Ja und nein. Dazugelernt haben die beiden mit Sicherheit in den paar Wochen „Freiheit“.

HP Daniels beschreibt das alles sehr eindrücklich auf seine ihm eigene Art, humorvoll, mit guter Beobachtungsgabe und kenntnisreich. Wer weiß, was da nicht alles autobiographisch ist? Sein Stil mit viel wörtlicher Rede, mit häufigen Wiederholungen ist unverkennbar. Insofern macht es schon Spaß, das zu lesen.

Wenn ich am Ende dann doch etwas enttäuscht – oder eher ratlos – bin, dann weil alles so vage bleibt. – „So what?“, frage ich mich – und den Autor.

Wer ein fiktives Zeitdokument lesen möchte, wer als jüngerer Mensch ein paar Eindrücke bekommen mag, wie es damals war Ende der Sechzigerjahre, dem sei dieses Büchlein gerne empfohlen.

Ich warte auf den Nachschlag oder die Fortsetzung. Nach „Do Wah Diddy Dam Diddy Do“ müsste jetzt vielleicht „Won’t Get Fooled Again“ kommen.

 

folgender Eintrag vom 25. 01. 2019, geändert am 01.04.2019

Musik und ihre Rezeption im Wandel der Zeit

Im Leserforum des deutschen Rolling Stone wird mal wieder über die Veränderung von Hörgewohnheiten und ihre mögliche Wechselwirkung mit der Produktion und Veröffentlichung von Musik diskutiert. Dazu möchte ich hier nun meine eigenen Gedanken und Beobachtungen mitteilen. Dabei werde ich mich im Wesentlichen auf die Pop und Rock Musik der letzten knapp 70 Jahre beschränken.

Nach dem 2. Weltkrieg war die hauptsächliche Quelle aktueller Musik das Radio. Dazu kamen dann sicher auch noch in geringerem Maß Veranstaltungen mit Live Musik. Zwar gab es damals bereits seit gut zwei Jahrzehnten Grammophone und Schellack Platten, aber so sehr weit verbreitet waren die dann eher doch nicht. Die erste technische Revolution, die eine deutliche und lang anhaltende Wirkung auf die Entwicklung der Musik Rezeption hatte, war die Erfindung der Vinyl Langspielplatte einerseits und die Einführung der Vinyl Single, der 17cm Schallplatte, im Jahr 1949. Während die LP zunächst überwiegend in der Klassik und dann auch im Jazz Anwendung fand, blieb die 7“45 weitgehend der Pop Musik vorbehalten. Mit dieser technischen Neuerung einher ging die Entstehung des Rock’n’Roll aus der so genannten „race music“, dem Rhythm & Blues der Schwarzen in den USA. Durch den gleichzeitigen wirtschaftlichen Aufschwung in den 1950er Jahren, hatten Jugendliche und junge Erwachsene nun auch Ressourcen, um sich ihre Lieblingsmusik auf Singles zu kaufen mitsamt den dafür nötigen Abspielgeräten. Der neu entstandene nun überwiegend weiße Rock’n’Roll entwickelte sich zur populären Musik der Jugend, die sich damit auch von der Eltern Generation abgrenzte. Ein durchaus wichtiger Aspekt damals. Aber natürlich profitierte die Pop Musik auch ganz allgemein von der Einführung der Vinyl Single. Die wöchentlichen Single Charts in den Branchenblättern der Musikindustrie waren von nun an der Gradmesser des Erfolgs, und es gab nicht wenige Versuche, die Platzierungen auf die eine oder andere Art zu beinflussen. Denn natürlich erzielt eine Single, die im Radio gespielt wird und in den Charts auftaucht, mehr Aufmerksamkeit und damit dann auch Verkaufszahlen. Damit Singles überhaupt im Radio gespielt wurden, hatten sie eine Gesamtlänge von maximal drei Minuten, und sie kamen nach einem kurzen Intro oder sogar ohne Intro ziemlich schnell zur Sache und zum Refrain. Eine größere Aufmerksamkeitsspanne traute man den Hörern wohl eher nicht zu.

In Europa und in Deutschland trat die gleiche Entwicklung mit etwas Verzögerung ein. In Deutschland kam dann noch dazu, dass durch die Nazizeit zumindest für die junge Nachkriegsgeneration deutsche Pop Musik diskreditiert war. Jugendliche hörten zumindest zu einem Teil überwiegend die Radio Programme der alliierten Besatzungsmächte, also AFN (USA) und BFBS (UK). Trotzdem blieb der amerikanische Rock’n’Roll in Deutschland zunächst eher Nischenmusik, von Ausnahmen wie Elvis und Bill Haley mal abgesehen. Erst in den 1960er Jahren und dann vor allem mit dem Auftauchen der Beatles in den internationalen Charts und im Radio änderte sich das immer mehr. Der weltweite Siegeszug der Beatlemania war nicht mehr aufzuhalten. Und in der Folge tauchte auch immer mehr englischsprachige Pop und Beat Musik im deutschen Radio auf. Natürlich noch nicht in solchen Tagesbegleitprogrammen, wie sie heute üblich sind. Doch es gab ab Mitte der 1960er Jahre zunehmend einzelne Sendungen für junge Leute mit überwiegend Beat Musik. Und auch die Schlagersendungen wurden von englischsprachiger Musik unterwandert. Ja es gab sogar deutsche Schlager, die sich musikalisch an den britischen Vorbildern orientierten.

Was die Umsätze an den Ladenkassen betraf, da lag die Vinyl Single nach wie vor weit vorne. Und LPs waren damals zumindest im Pop und Beat Bereich eigentlich nur Hit Sammlungen bzw. zusätzliche Angebote für die harten Fans, Hits angereichert mit ein paar Füllern. Doch die Bedeutung der LP nahm gegen Ende der 1960er Jahre langsam zu. Auch hier waren die Beatles und dann auch andere britische und amerikanische Bands Vorreiter. 1969 übertrafen die LP Umsätze erstmals die der Vinyl Singles weltweit. Auch im Radio gab es nun Sendungen, in denen überwiegend LPs vorgestellt wurden. In den USA führte das zur Trennung von AM und FM Radio, AM für Singles, Pop und kurze Musikstücke, den Mainstream also. Wobei einzelne Stücke inzwischen auch durchaus schon seit einiger Zeit die Drei-Minuten-Grenze überschreiten durften. Auch waren Intros mitunter schon etwas länger. Die Hörgewohnheiten hatten sich halt auch im Mainstream ein wenig verschoben. FM war dann für Rock, Alben und längere Musikstücke, die sogar mal über eine ganze LP Seite laufen konnten.

Für die Hörerin und den Hörer bedeutete das, selbst entscheiden zu müssen, wo man lieber zuhörte. Und wir wollen dabei übrigens nicht vergessen, dass die Masse der Musik Konsumenten Musik nur nebenbei hört und hörte. Zur Unterhaltung, zur Berieselung, vielleicht auch zum Tanzen, aber nicht um sich weiter damit zu beschäftigen oder gar Hintergrund Informationen zu suchen. Dementsprechend fuhr die Musikindustrie nun auch zweigleisig. Singles wurden nach wie vor für überwiegend junge Mainstream Hörer produziert. Alben dagegen sollten die wachsende Gruppe der jungen und langsam älter werdenden Rock Hörer ansprechen, wobei es da dann auch sehr schnell immer größere stilistische Auffächerungen und Nischen Entwicklungen gab, die alle mehr oder weniger bedient werden sollten. Was den Kauf von Musik betrifft, so muss man auch dabei festhalten, dass die Mehrheit der Musik Konsumenten schon damals zu Beginn der 1970er Jahre, wie übrigens auch vorher und später, gar keine Schallplatten kaufte, oder allenfalls ein paar Hit Sammlungen und vielleicht die eine LP im Jahr von einem Lieblingskünstler oder einer Lieblingssängerin.

Für die stärker an Musik Interessierten war nun einerseits nach wie vor das Radio Quelle der Inspiration, aber es wurde auch zunehmend im Kreis von Gleichgesinnten das Gespräch und der Austausch gesucht. Und es gab inzwischen die ersten Schallplatten Fachhändler, die sogar Importe aus dem Ausland anboten und liebend gern neue und unbekannte Platten dem geneigten Publikum und potenziellen Käufern vorspielten. Dazu kam dann auch noch die zunehmende Verbreitung von Fachzeitschriften für Rock Musik im weitesten Sinn. Auch deren Empfehlungen folgte man gerne, sofern der Autor ansprechend zu schreiben verstand und sein Urteil Gewicht zu haben schien. Vor allem im UK war die Musikpresse natürlich schon länger von Bedeutung. Das hängt aber auch mit der generell stärkeren Gewichtung und Anerkennung von Pop und Rock in der Kultur der angloamerikanischen Gesellschaft zusammen.

Ende der 1970er Jahre erfuhr die Vinyl Single dann noch mal eine Renaissance durch die Punk und New Wave Szene und durch die dadurch aufkommenden neuen unabhängigen Schallplatten Firmen. Diese Entwicklung blieb allerdings weitgehend auf das UK beschränkt.

In den 1980er Jahren setze sich die Auffächerung in unterschiedliche Musik Szenen dann verstärkt fort. Gleichzeitig gab es auch immer mehr spezielle Zeitschriften bis hin zu zahlreichen Fanzines, deren Verbreitung auch bereits Ende der 1970er Jahre eingesetzt hatte. Und zusätzlich zu den zahlreichen Schallplatten Fachgeschäften boten nun auch Mail Order Vertriebe ihre Dienste an. Die ersten gab es da auch bereits in den 1970er Jahren. Natürlich warben Mail Order schon immer mit Superlativen einerseits und andererseits solchen Aussagen wie: „wenn du Gruppe X magst, dann brauchst du auch Gruppe Y“. Wie zuverlässig diese Anpreisungen sind, musste man selbst rausfinden. Im Radio gab es inzwischen immer mehr Sparten Programme mit Musik, aber die heute typischen Mainstream Musiksender einerseits und die reinen Sparten Sender für Country, Rock, Soul, Jazz o.a. blieben noch weitgehend auf die USA beschränkt. Privatradio als ganztägiges Vollprogramm mit seinen kulturellen Folgen wurde in Deutschland erst 1986 eingeführt.

An der technischen Front bedeutete dann die Einführung der CD eine große Veränderung für die Musikindustrie, in ihren Auswirkungen aber durchaus auch auf das Rezeptionsverhalten der Musikhörer. Zunächst verbreitete sich die CD nur schleppend, was sicher vor allem an hohen Preisen für Tonträger und Abspielgeräte lag, aber auch an der noch mangelnden technischen Reife. Beim Remastern für CD und bei der Aufbereitung des Wohlklangs mussten noch viele Erfahrungen gesammelt werden. Die Industrie wurde jedoch nicht müde, die Vorzüge der CD zu preisen. Glasklarer Klang ohne Knistern oder Rauschen (für manche ja etwas zu steril) und die längere Laufzeit von bis zu 80 Minuten, das waren die Argumente, die dann schließlich Ende der 1980er Jahre eine breite Käuferschaft immer mehr überzeugten. Und in den 1990er Jahren dann verscherbelten viele Musikliebhaber ihre kompletten Vinyl Sammlungen und stiegen auf CD um. Junge Leute wuchsen nur noch mit CDs auf. Die Musikindustrie war zufrieden und freute sich über große Umsatzsteigerungen. Das Anhören neuer CDs im Fachgeschäft war nun etwas einfacher durch die Möglichkeit des Skippens und des Schnelldurchlaufs. Ob allerdings das Ausreizen der vollen 80 Minuten einer CD immer so sinnvoll ist, sei mal dahingestellt. Nach der Hälfte lässt doch die Aufmerksamkeit oft schon nach. Und etliche Tracks erweisen sich nicht selten als unnötige Füller. Es gab auch in den 1990ern noch Single Charts, aber die CD Single verlor immer stärker an Bedeutung, und letztlich stellt sie sie auch einen Anachronismus dar, der völlig obsolet geworden ist. Auf Vinyl wurden nun längst nicht mehr alle Platten veröffentlicht, und wenn, dann oft in limitierten Auflagen. In vielen Fällen wurde auch nicht extra für Vinyl gemastert, sondern einfach die CD als Vorlage genommen. Nicht gut für den Klang. Dementsprechend sank auch die Nachfrage nach Vinyl immer mehr. Viele Händler boten Schallplatten gar nicht mehr an. Gegen Ende der 1990er Jahre merkte die Musikindustrie allerdings auch, dass sie sich mit der CD und dem verlustfreien Kopieren derselben auf CD-Rohlinge selbst ein Bein gestellt hatte. Die Umsätze brachen wieder ein, weil viele Musik Konsumenten mit den Kopien völlig zufrieden waren. Was schon 20 Jahre zuvor mit dem dämlichen Spruch „Home Taping Is Killing Music“ an der Wirklichkeit vorbei ging, wurde nun durch unausgegorene Kopierschutz Techniken zur Umsatzbremse, weil CDs plötzlich nicht mehr überall abspielbar waren.

Mit der Erfindung von Daten reduzierten Musik Dateien, meist als MP3 in verschiedenen Bitraten, und der Entwicklung und Verbreitung des Internets änderte sich das Rezeptions- und dann auch das Kaufverhalten des Publikums noch einmal zum Teil radikal. Tauschbörsen wie Napster machten der Musikindustrie zunehmend das Leben schwer und angeblich die Umsätze kaputt. Es sei mal dahingestellt, ob jeder illegale Download den Kauf eines Tonträgers oder dann eines legalen Downloads wirklich ersetzte. Viele Musik Konsumenten fühlten sich durch die schiere Masse der im Netz zum Download verfügbaren Musik wie im Schlaraffenland. Mit ähnlichen Folgen allerdings. Alles raffen und abspeichern ohne Sinn und Verstand, und dann sehr bald den Überblick verlieren, kaum alles anhören können, und schließlich vor Überdruss wieder alles löschen oder zumindest ignorieren. Die zum großen Teil mindere Klang Qualität der Downloads tat noch ein Übriges. Aber sicher gab es auch in dieser Phase der Entwicklung Leute, die ihren musikalischen Horizont immens erweiterten, von der Vielfalt profitierten, und die wirklich geschätzten Werke dann auch auf einem Tonträger erwarben.

Inzwischen spielt die Welt der illegalen Downloads eine nur noch untergeordnete Rolle, wie wohl es sie nach wie vor gibt. Inwiefern sie wirklich der Musikindustrie schadet, lässt sich nicht in seriösen Werten beziffern. Dafür nahmen legale Downloads in den letzten Jahren immer stärker zu. Zum Schaden der CD Umsätze allerdings. Nur noch in Deutschland macht die CD den größten Umsatz. Vinyl hat sich übrigens im Lauf der letzten Jahre wieder erholt und als Nischenprodukt etabliert. Fast sah es so aus, als würde die CD die Vinylplatte nicht überleben. Doch vermutlich wird sich auch die CD als Nischenprodukt halten.

Die große Konkurrenz der physischen Tonträger sind inzwischen noch vor den Downloads die Streaming Plattformen im Internet, allen voran Spotify. Und bei all dem hat sich natürlich auch das Rezeptionsverhalten weiter entwickelt und verändert. Heute werden im Netz immer öfter einfach nur einzelne Tracks gehört, eigene Playlisten erstellt, zum Teil sogar nach den Vorgaben der Streaming Dienste, die ihre Empfehlungen aus dem Hörverhalten ihrer Kundschaft ermitteln. Viele Konsumenten klicken Musik kurz an, und wenn es dann bei ihnen nicht „klick“ macht, sind sie nach spätestens 30 Sekunden beim nächsten Track oder ganz weg. Gleichzeitig hat sich im Sprachgebrauch der Musik Hörer, aber auch der Käufer von Musik, manches verändert. Eine Single ist heute für einen eher jungen Musikfreund einfach ein Track, der singulär veröffentlicht wird, außerhalb eines Albums. Für die Älteren unter uns ist eine Single natürlich eine Vinyl Single mit A und B Seite, nichts anderes. Immerhin bieten Download Plattformen und Streaming Dienste wenigstens auch die B-Seite meist mit an. Ob diese Single dann auch auf Vinyl erhältlich ist, muss man selbst rausfinden. Schallplatten werden heute von jungen Musikliebhabern, die auch einen Plattenspieler zuhause haben, als Vinyls bezeichnet. Dabei ist Vinyl nur das Material, aus dem die Schallplatten bestehen, also ein Wort, zu dem man keinen Plural bilden kann. Und leider verbreitet sich diese Unsitte auch zunehmend bei älteren Leuten, die es  eigentlich besser wissen sollten.

Bei all dem veränderten Rezeptions- und Kaufverhalten sollte man allerdings auch berücksichtigen, dass es immer schon eine Minderheit war, die sich intensiver mit Musik beschäftigt hat. In der siebten Klasse des Gymnasiums im Jahr 1967 war ich der Einzige, der Singles kaufte und regelmäßig seine eigenen Charts in ein Heft notierte. Und so wird es auch heute eine Minderheit sein, die auf Spotify oder sonstwo im Netz gehörte Musik dann auf CD oder Vinyl erwirbt und beim Hören der Platte später das Cover oder Booklet studiert.

So wie Vinyl allgemein heute ein Nischenprodukt ist, trotz immer noch steigender Umsätze, sind Vinyl Singles erst recht auf ganz kleine Zielgruppen ausgerichtet. Und ob man eine Single, die in Einzelfertigung gerade mal eine Auflage von zehn Stück erreicht, noch als offizielle Veröffentlichung bezeichnen sollte, ist doch sehr diskussionswürdig. Vor allem dann, wenn die Aufnahme, um die es dabei geht, weder als Download noch im Streaming verfügbar ist.

Inwiefern sich das Album als anerkanntes Format in der Musik halten kann, bleibt abzuwarten. Immerhin sind manche Tracks auch beim Download nur im Albumverbund erhältlich. Und viele Künstler, aber auch Musikliebhaber, denken noch immer in Album Kategorien. Beim Streaming spielt das zwar nur eine untergeordnete Rolle, aber auch dort werden Tracks meist im Albumverbund vorgehalten. Entscheidend für die gezählten und bezahlten Plays sind allerdings einzelne Tracks, die mindestens 30 Sekunden am Stück gehört wurden. In diesem Zusammenhang fällt auf, dass Alben wieder kürzer werden. Vielleicht weil das CD Format nicht mehr so wichtig ist? Und es werden gerade von Nachwuchskünstlern gerne auch wieder Singles (ob nun als einzelne Tracks oder im Doppelpack) angeboten. Dabei sind auch die Tracks wieder kürzer und die Intros ebenso. Man kehrt also zu den Anfängen der Hörgewohnheiten im Pop zurück. Ob da die Musikindustrie ihre Finger im Spiel hat, wegen der Klicks und der Verweildauer?

Für die Charts wird übrigens heute alles gezählt, Verkäufe in allen Formaten, Downloads und Streaming nach der oben geschilderten Vorgabe. Ob allerdings jede verkaufte Vinylplatte und da besonders die Singles gezählt werden, das darf bezweifelt werden. Vinyl wird in vielen Fällen über unabhängige Vertriebswege zum Endverbraucher gebracht. Über Vertriebswege, die schon immer eher unberücksichtigt blieben von den Ermittlern der Verkaufscharts.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass der Gewinn, der heute mit Pop und Rock Musik Verkäufen von den Künstlern selbst erzielt wird, weiter stagniert oder eher rückläufig ist. Das liegt aber auch nicht nur an den durch Streaming und Downloads gesunkenen Preisen, an den relativ geringen an die Künstler gezahlten Tantiemen. Gerade die Rock Musik war in den 1960er und 70er Jahren für junge Menschen viel wichtiger zur Selbstbestimmung, Identifikation und Abgrenzung von der älteren Generation. Dazu kam, dass die Rock Musik – ob zu recht oder nicht – die Musik des Aufbruchs, der Revolte, der Zukunft war. Das hat sich im Lauf der Jahrzehnte ganz erheblich relativiert. Junge Menschen heute haben so viel mehr Möglichkeiten, sich in ihrer Freizeit zu beschäftigen, sich abzugrenzen, eigenen Interessen zu folgen. Eine Abnabelung von den Eltern braucht da keine eigenen Musikvorlieben mehr. Im Gegenteil entdecken manche Jugendliche sogar in der Plattensammlung der Eltern eigene Vorlieben. Mit anderen Worten, Musik ist nicht mehr so wichtig. Falls sie es denn je war.

Die Rezeption von Musik, aber auch die Information über Musik, hat sich also immer stärker ins Internet verlagert. Musik wird im Netz gehört und gegebenenfalls auch gekauft. Der stationäre Handel hat es schwer. Und Schallplatten Fachgeschäfte können fast nur noch in Großstädten und Ballungszentren überleben. Auch die Information über neue wie alte Musik beschafft man sich im Netz. In Blogs oder auf den Webseiten von Musik Magazinen, deren Printauflage immer mehr schrumpft und in vielen Fällen zur Einstellung der gedruckten Auflage führt(e). Für Musiker – alte wie junge – ist die Live Präsentation ihrer Musik heute oft die lukrativste Einnahmequelle zum Überleben. Wollen wir hoffen, dass wenigstens das so bleibt. Auch wenn ein alter Mann wie ich nun nicht mehr jede Woche auf Konzerte geht oder sich die halbe Nacht in Clubs rumtreibt.

Für mich ganz persönlich bleibt die aktuelle Rock und Pop Musik und die der letzten knapp 70 Jahre (besonders der Jahre 1965 bis 1995 mal so grob wie willkürlich geschätzt) natürlich dennoch das Wichtigste auf der Welt, neben der Familie und der eigenen Gesundheit. Aber ich kaufe inzwischen auch nur noch sehr wenige physische Tonträger, und wenn, dann Vinyl. Das Interesse an neuer Musik hat bei mir jedoch nie nachgelassen. Wobei „neu“ ja auch relativ ist. Mir reicht da durchaus neue Musik von alten Bekannten bzw. in neuen Varianten alter Stilistiken, die ich schon immer schätzte.

 

folgender Eintrag vom 06.01.2019

Die Vinyl Singles & EPs des Jahres 2018

Wie jedes Jahr habe ich auch Ende 2018 die Singles und EPs, also die Vinylplatten mit nur zwei bis maximal sechs Tracks, in eine Rangfolge gebracht. In die engere Wahl kamen natürlich nur Schallplatten in meinem Besitz, was die Auswahl schon mal erheblich einschränkt. Ich hoffe, ich muss nicht extra erwähnen, dass Downloads für mich keine Singles im klassischen Sinn darstellen und deshalb nicht zählen. CD Singles hatte ich eh noch nie berücksichtigt; gibt es da überhaupt noch welche? Aufgefallen ist mir, eigentlich nicht erst im vergangenen Jahr, dass 7“ Singles, aber auch 10“ und 12“ EPs, wieder seltener veröffentlich werden. Während der allgemeine Vinyl Boom, wenn man die immer noch steigenden Zuwachsraten beim Verkauf von Schallplatten denn so nennen will, weiter anhält, so beschränkt sich das Angebot von Singles und EPs doch wieder mehr auf bestimmte Stilrichtungen und Szenen. Mich persönlich stört das nicht. Vinyl aus dem Bereich Mainstream Pop brauche ich nicht. Und inzwischen wird ja sogar Power Pop wieder auf kleinen schwarzen Scheiben veröffentlicht. Aber generell sind die Labels wohl vorsichtiger geworden. Die Auflagen sind meist sehr klein, manchmal zu klein, um wirklich die Nachfrage zu befriedigen. Und es wird schon länger und genauer überlegt, ob eine Single wirklich lohnt, gepresst zu werden. Denn Gewinne werden mit Kleinstauflagen, noch dazu aufwändig gestalteten, natürlich nicht gemacht. Demzufolge sind Singles und EPs für alle Beteiligten, vom Künstler über das Label bis zum Fan und Käufer, reine Liebhaberei. Es mag auch hierbei gelegentlich noch Ausnahmen geben. Ich kenne natürlich nicht in jedem Fall die Gesamtauflage einer 7“45. Aber auch größere Firmen betrachten die Vinylsingle m.E. eher als Marketing Instrument, denn als Einnahmequelle. Genug der Vorrede. Hier sind meine 25 liebsten Singles und EPs aus dem Jahr 2018 in umgekehrter Reihenfolge.

  1. THE SEE NO EVILS – Falling (7“, Heavy Soul)

Die Jungs aus Leeds meldeten sich letztes Jahr mit einer 7“ zurück, die gar nicht mehr so recht nach Garage klingt. Der Sound von Joy Division steht hier Pate.

  1. 24. PAUL ORWELL – Speak Of The Devil (7“, Heavy Soul)

Die erste von zwei Singles (eine Flexi nicht mit gezählt) von Mister Orwell im Jahr 2018. Ein Garant für den Ausverkauf der gesamten limitierten Auflage in wenigen Stunden ist eine Paul Orwell Single nicht mehr. Ermüdungserscheinungen bei den Fans? Ich glaube eher, die Qualität des Materials hat leicht nachgelassen. Aber lohnend ist auch dieses Stückchen Vinyl noch immer.

  1. THE SHIFTING SANDS – Zoe / Run (7”, Fishrider)

Aus Dunedin, Neuseeland, stammt die Band und das Label. Die B-Seite der Single ist deutlich besser, als die A-Seite. Kraftvoller, flotter und eindringlicher, dabei ganz in der Tradition der Dunedin Musikszene von den Sixties über die Eighties bis heute.

 

  1. WHENYOUNG – Pretty Pure (7“, Yala!)

Indie Pop Trio aus Limerick, Irland. Die Band lebt aber inzwischen in London. Die junge Frau am Mikrophon ist die halbe Miete (leider wieder Damengesang, sagt mein Freund Klaus). Doch auch Songs und Bandsound tragen zum Ohrwurm Charakter der 7“ bei.

 

  1. JOHNNY MARR – Hi Hello (7“, Warner Bros.)

Noch nie klang der frühere The Smiths Gitarrist so sehr wie seine frühere Band. Das könnte glatt ein Out-Take aus alten Tagen sein. Sehr schöner Song, opulent arrangiert.

 

  1. THE REACTION – Taste For Life (7”, Time For Action)

Gleich zwei Singles hat diese Moskauer Mod und Neo-Garage Band 2018 veröffentlicht. „Taste For Life“ ist die etwas eingängigere und abwechlungsreichere, finde ich.

 

  1. HABIBI – Cardamon Garden EP (2×7”, Modern Sky)

Girl Group mit Sixties und Garage Pop Einflüssen aus Brooklyn, New York. Ihre Doppel-Single bietet neben hübschen eigenen Songs auch ein gelungenes Cover des Garage Klassikers „Green Fuz“.

 

  1. THE WRONG SOCIETY – Tell Me You’ll Be Mine (7”, Market Square)

Sehr authentische Garage Band aus Hamburg. Ihre letzte Single erschien wieder streng limitiert auf dem Label von Paul Messis in England.

 

  1. THE LOONS – Blue Ether (7“, Dirty Water)

Die Gruppe um Mike und Anja Stax aus San Diego ist nicht weniger authentisch in Bezug auf Sound, Songs und Outfit. Stünde nicht 2018 auf dem Label, man könnte glauben, es ist 1967.

 

  1. BRENDAN BENSON – Half A Boy (And Half A Man) (7”, Third Man)

Der Amerikaner Brendan Benson hat schon eine ganze Reihe Solo Platten veröffentlicht, aber er ist auch bei The Raconteurs und noch anderen Bands und Projekten von Jack White mit dabei. Wie man diese Single hier beschreibt? Keine Ahnung – moderner Gitarren Pop mit alternativen Garage Elementen, oder so.

 

  1. US & THEM – From The Corner Of My Eye (7”, Mega Dodo)

Wunderschön atmosphärisch klingt diese psychedelische Folk Rock Single des Duos aus Schweden, das man nicht mit der gleichnamigen amerikanischen Pink Floyd Cover Band verwechseln sollte.

 

  1. THE TRIP TAKERS – Jumper Blues (7”, Area Pirata)

Garage Beat mit Harmonica und Pling-Plong Gitarre aus Italien.

 

 

  1. THE HIGHER STATE – Ten Clear Petals (7”, 13 O’Clock)

Auch hier wieder sehr originalgetreuer Garage Rock von alten Bekannten. The Higher State gibt es seit 2005, und die Engländer bringen in schöner Regelmäßigkeit fast jedes Jahr wenigstens eine neue Single raus.

 

  1. TELEPHONE LOVERS – Two Dollar Baby (7”, Burger)

Aus Los Angeles kommt diese knuffige Rock’n’Roll Combo, die hier Power Pop, Glam Rock und ein bisschen Pub Rock Atmosphäre auf’s Schönste vereint!

 

  1. GOAT GIRL – The Man (7“, Rough Trade)

Sehr angesagt und hoch gelobt in manchen Kreisen ist diese Frauenband aus dem Londoner Stadtteil Brixton. Und ja, diese Single hier hat durchaus hypnotische Qualitäten. Post Punk meets Garage.

 

  1. WHENYOUNG – Given Up EP (10“, Virgin EMI)

Noch überzeugender als die die 7“ „Pretty Pure“ ist diese 10“; besonders das Titelstück und „Dreams“ haben es mir angetan. Wundervoller Girl Power Pop!

 

  1. THE PACERS – How Will I Know (72, Psych-A-Rella)

Noch ‘ne Garagen Combo mit recht überzeugendem Sound und Song; diesmal aus London.

 

 

  1. PAUL ORWELL – I’ll Be Your Murderer (7”, Heavy Soul)

Die deutlich bessere der beiden diesjährigen Singles vom Meister des „sexotic stereo“ Sounds aus London. Ein neues Album ist auch angekündigt.

 

  1. NIGHT BEATS – One Thing (7“, Easy Eye Sound)

Die Night Beats aus Seattle melden sich mit einer starken 7“ Single zurück, die auch deutlich in den späten Sixties wildert. Eingängig, mitreissend, einnehmend! Album im Januar!

 

  1. THE MYSTERY LIGHTS – Thick Skin (7”, Wick)

Mit ihrem zweiten Album lassen sich die Jungs viel Zeit. Aber damit uns die Zeit nicht zu lang wird, gibt es seit letztem Sommer diese schicke 7“ Single. Kurz und knapp und sehr kraftvoll und eindringlich.

 

  1. THE BEGINNER’S MYND – Ego Death (7”, 13 O’Clock)

Garage Band aus Washington, DC. Auch hier typischer psychedelic Pop und Rock mit allen nötigen Zutaten.

 

 

  1. SUGARFOOT – Snakes & Ladders (7“, Crispin Glover)

Wunderbarer Country Pop Song der Band aus Trondheim in Norwegen. Der Titel war auch schon auf dem Album, das 2017 rauskam, aber die 7“ Version ist neu abgemischt und aufgepeppt.

 

  1. GRAHAM DAY & THE FOREFATHERS – Emmaretta (7”, Damaged Goods)

Diese Single ist ein komplettes Remake einer Deep Purple 7“ aus Schweden aus dem Jahr 1969. Ich finde ja, Graham Day und seine Jungs machen das besser als die Originale. Und das ebenfalls nachgestellte Single Cover ist zwar geschmacklos aber schön frech.

 

  1. BENNY TROKAN – Too Far Gone (7”, Wick)

Unglaublich! Die Single hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Aber dann bekam ich statt der bestellten Mystery Lights 7“ vom gleichen Label diese tolle Single zugestellt. Benny Trokan musizierte bereits bei The Jay Vons und mit Reigning Sound. Nun also solo. Großartiger Sound, toller Song!

 

  1. VELVETEEN RABBIT – Mind-Numbing Entertainment (7” HoZac)

Debüt Single dieser wunderbaren Band aus New York City mit bestem mitreissendem Glam Pop und Rock. Ohrwurm, Ohrwurm, Ohrwurm!

 

Tja, und da ich ja Service orientiert bin, könnt ihr die ersten 16 dieser Singles auch nachhören im Chart Rundown bei Mixcloud in der Guitars Galore Sendung vom 1. Januar 2019.

folgender Eintrag vom 29.12.2018

Die Vinyl Alben des Jahres 2018

Ich glaube, ich hatte noch nie so viel Zeit, mich mit der Musik zu beschäftigen, die ich wirklich mag. Da ich seit Ende August krank geschrieben bin und meine Zeit überwiegend in den heimischen vier Wänden verbringe, höre ich tatsächlich mehr Musik, die mir etwas bedeutet, als je zuvor. Von meiner Sturm und Drang Zeit in den späten Sixties und späten Seventies sowie der Zeit meines eigenen Plattenladens mal abgesehen. Während meiner Arbeitszeit bei radioeins höre ich zwar auch ständig Musik, aber doch überwiegend solche, die ich nicht selbst gesucht und gefunden habe, sondern solche, die mir Plattenfirmen und Promoterinnen ans Herz legen. Oder solche, die allgemein als Programm relevant eingestuft wurde von meinen Kollegen. Damit muss ich mich dann beschäftigen. Dabei sind mitunter ja auch Platten, die ich sehr gerne höre, die ich mir dann auch als Vinyl kaufe und zuhause in Ruhe höre. Aber die letzten Monate war es anders.

Ja, auch zuhause erreichen mich Vorschläge von außen. Aber längst nicht so viele wie am Arbeitsplatz. Daheim suche ich aktiv nach interessanter und hörenswerter Musik. Durch Recherche im Internet u.a. im Leserforum des deutschen Rolling Stone, beim Lesen verschiedener Musikzeitschriften, in diversen Blogs etc. Es kann durchaus sein, dass mir die eine oder andere Platte durch die Lappen gegangen ist. Das sehe ich jedoch recht entspannt. Man muss nicht alles kennen und gehört haben. Was mir auffällt, meine Liste meiner Lieblings-LPs 2018 unterscheidet sich doch deutlich von den Listen der gängigen Musik Magazine und Blogs. Und auch mit anderen Musikliebhabern aus den Reihen der Nutzer des RS Forums habe ich eine eher geringe Schnittmenge.

Macht ja nichts.

Elvis Costello hat eine hoch gelobte neue Platte gemacht, nachdem er von seiner Krebserkrankung genesen ist. Auch Paul Wellers letztes Werk wird viel gerühmt. Beide LPs habe ich mir angehört und für ok befunden. Haben muss ich sie nicht. Und auch die Platten von Greta Van Fleet (den neuen Led Zeppelin, wie es heißt) auf der einen Seite und von Liela Moss (der früheren Sängerin von The Duke Spirit, die ich immer sehr mochte) auf der anderen, habe ich mehrfach angehört und letztlich für zu leicht befunden für mich ganz persönlich.

Ich zähle hier die 25 LPs auf von 25 bis 1, die mir im vergangenen Jahr am besten gefielen. Das ist eine Momentaufnahme und die Liste kann in ein paar Monaten durchaus schon anders aussehen.

  1. THE ORANGE KYTE – Says Yes!

Das bereits zweite Album dieser Band aus Vancouver (Kanada) war ja mein Album des Monats im September. Mehr dazu dort.

 

 

  1. ROLLING BLACKOUTS COASTAL FEVER – Hope Downs

Aus Melbourne stammt diese Band, die in guter Tradition, von The Go-Betweens bis zu The Chills inspiriert, australischen Indie Rock fabriziert. Eine solide Platte, wie wohl ich die ganz große Begeisterung Einiger nicht teile.

 

  1. THE CREATION FACTORY – The Creation Factory

Garage Pop Band aus Los Angeles, die wirklich sehr nach 1966/67 klingt und dabei leider zu oft die zündenden Songideen vermissen lässt. Dennoch allemal hörenswerter als das Gros sonstiger Veröffentlichungen des Jahres.

 

  1. THE THIRD SOUND – All Tomorrow’s Shadows

In Berlin ansässige Psychedelic Rock Band mit Wurzeln in Island. Wird von Anton Newcombe unterstützt und empfohlen. Zu Recht, wie ich finde.

 

  1. CARI CARI – Anaana

Ein Duo aus Österreich, auf das ich tatsächlich durch radioeins aufmerksam wurde. Ihr Debüt klingt wie eine Mischung aus Surf Sound, Sixties Film Musik und modernem Elekronik Kram.

 

  1. MAGIC SHOPPE – In Parallel

Der Kollege Dirk von radiostone.fm hat mich auf diese Band gebracht. Aus Boston kommt sie, und dies ist bereits das dritte Album der überzeugten Psychedeliker, die von den 13th Floor Elevators bis zu den Black Angels diverse Facetten abdecken.

 

  1. THE USCHI OBERMAIER EXPERIENCE – Trouble

Dieses Album der Pub Rock Band aus Bielefeld war mein Album des Monats im August. Mehr dazu an entsprechender Stelle.

 

 

  1. JOHNNY MARR – Call The Comet

Sehr feines Album des früheren The Smiths Gitarristen. Sein bestes Solo Werk bislang, finde ich.

 

 

  1. SLOAN – 12

Die Band aus Halifax (Kanada) gibt es schon seit 1991 und dies ist bereits ihr zwölftes Studioalbum. Ich kannte die Combo bislang nicht. Diese Platte zwischen Byrds Jangle und Big Star Power Pop gefällt mir sehr gut.

 

  1. LITKU KLEMETTI – Taika tapahtuu

Litku Klemetti ist der Bandname, aber auch die Sängerin und Organistin dieser Gruppe aus dem Nordosten Finnlands. „Taika tapahtuu“ (Zauber geschieht) ist bereits ihr drittes Album und m.E. das bisher beste. Musikalisch zwischen Glam und Wave mit Vorbildern in den Seventies.

 

  1. WEDGE – Killing Tongue

Ein Hard Rock Trio aus Berlin, das auch Acid Rock nicht verachtet. „Killing Tongue“ ist bereits das zweite Album der Jungs.

 

 

  1. MYSTIC BRAVES – The Great Unknown

Garage Pop Band aus Los Angeles mit ihrem bereits vierten Album ganz in der Tradition des psychedelischen Pop der späten Sixties.

 

  1. THE MOURNING AFTER – The 10th Century

Auf Heavy Soul erschien dieses vierte Album der psychedelisierten Garage Rocker aus Sheffield. Seit über 20 Jahren ein Garant für guten straighten Rock’n’Roll mit Mod Attitüde.

 

  1. SHAME – Songs Of Praise

Zu Beginn des Jahres kam das Debüt dieser jungen Band aus London raus. Live sind sie eine Wucht im wahrsten Sinne des Wortes. Voller positiver Energie und Spielfreude. Die LP hat nicht ganz diese Wirkung, überzeugt aber dennoch mit ungehobeltem Charme.

 

  1. THE BEVIS FROND – We’re Your Friends, Man

Kurz vor Jahresende brachte Nick Salomon dieses neue Doppel-Album seiner Band raus. Überraschungen gibt es dabei keine, nur den gewohnt soliden typischen Bevis Frond Sound.

 

  1. THE CORAL – Move Through The Dawn

Die Band aus Liverpool mit einem recht eingängigen modernen Gitarren Pop Album. Musikalisch überzeugend, das Cover gewinnt dagegen keinen Preis.

 

  1. THE FERNWEH – The Fernweh

Die Entdeckung des Jahres und mein Album des Monats im Dezember (siehe dort).

 

 

  1. THE HANGING STARS – Songs For Somewhere Else

Wunderbar atmosphärisch, Country Pop mit psychedelischen Untertönen.

 

 

  1. THE MORLOCKS – Bring On The Mesmeric Condition

Die Band wurde ursprünglich 1984 in San Diego gegründet als typische Eighties Garage Rock Band. Sänger Leighton Koizumi ist der Einzige, der von damals noch übrig ist. Er hat die Band mehrfach reformiert und lebt inzwischen in Deutschland. Und hier entstand auch das aktuelle Album mit hiesigen Musikern. Soundmäßig hat sich nicht wirklich viel verändert.

 

  1. 06. THE AR-KAICS – In This Time

Noch eine sehr stilsichere typische Garage Pop Band. In diesem Fall mit ihrem zweiten Album, das bei Wick Records rauskam. Die Band stammt aus Richmond (Virginia), und auch hier ist das Cover eher einer Goldenen Himbeere würdig.

 

  1. BEECHWOOD – Inside The Flesh Hotel

Glam Rock, Power Pop Trio aus New York mit seinem dritten Album. Irgendwo zwischen Detroit Rock und New York Dolls ist der Sound dieser Band zu finden.

 

  1. PAUL COLLINS – Out Of My Head

Paul Collins war Mitbegründer der Nerves Mitte der 70er. Danach gründete er die Power Pop Band The Beat (auch bekannt als Paul Collins‘ Beat). Er hat zahlreiche tolle Power Pop Platten unter seinem Namen veröffentlicht. Und auch diese aktuelle ist wieder eine Fundgrube für großartige Melodien und wunderbare Riffs.

 

  1. THE DAMNED – Evil Spirits

Formidables Comeback Album zwischen Psychedelia, Art Rock, Glam und Punk.

 

 

  1. BIGFEET & LALA – Pet Me!

Auch zu diesem grandiosen Album aus Finnland wurde bereits alles Notwendige in der Rubrik “Album des Monats” geschrieben.

 

 

  1. THE GRIP WEEDS – Trip Around The Sun

Album des Monats im November und natürlich Album des Jahres! Eine der besten und unterbewertetsten Bands aller Zeiten!

 

In meiner Guitars Galore Sendung vom 27.12.2018 habe ich die ersten 16 dieser LPs mit jeweils einem Track vorgestellt. Wer das nachhören möchte, wird bei Mixcloud fündig.

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